Hier also ein paar der ersten Fotos, die von Argus in meiner Obhut entstanden sind:


Teil 1
Von "Findi 91" zu "Argus von Rennecke"- Wie alles begann

Am Sonntag, dem 28.04.2012, erreichte mich mal wieder ein Notruf. Diesmal war es meine Schwester aus Eisleben (ca. 1 1/2 Autostunden von Thale entfernt). Nachbarn hatten geläutet. "Eine Katze jagt da draußen einen Vogel!" riefen sie ganz aufgeregt. Mein Schwager eilte hinaus, verjagte die Katze und hatte dann eine recht zerfledderte "Mini- Eule" in den Händen. Ich im Harz ließ mal wieder alles stehen und liegen, sprang in meine alte Quietschkarre und flog nach Eisleben. Die "Minieule" war gar keine. Sondern eine Babyeule. Eine >Waldohreule<- und dem Federkleid nach gerade mal zwei Wochen jung. Ihre Mutter war weit und breit weder zu sehen noch zu hören und alleine- bzw. selbst mit Mutter auf den nächsten Ast- hätte sie im Wohnblock- Stadtrandgebiet keine Chance gehabt auch nur die nächste Stunde zu überleben. Was tun? Ich hatte in den letzten beinahe vierzig Jahren schon dutzende Tier-Notaufnahmen, aber eine Eule war noch nie dabei. Naja - die eine oder andere aufrechtgehende ... federlose aber nicht fehlerlose gab es ja schon. Aber das ist ein ganz anderes Elend. Äh- wo war ich? Aja- die Babyeule. Also wer soll was tun? Ich schon wieder? Nee! Null Ahnung. Von dieser Sorte Eule. Also?

Ja klar- ab zu den Fachleuten! Zu jenen also die mit Tieren Geld verdienen, weil sie allen Leuten vorgaukeln, das sie "tierlieb" sind. Ich bin das auch, bloß eben kein Gaukler. Ohne jetzt wieder darauf einzugehen- aber zwei von zwei Tierparks haben die Aufnahme der Babyeule abgelehnt! Und das ist hier nicht etwa ein Schreibfehler von mir- sondern jene Wahrheit die -abseits jeder Öffentlichkeit- tatsächlich Praxis ist. Und dann auch noch mit Begründungen und in einem Jargon und Tonfall ... das man es als "Ottonormalbürger" nicht glauben mag. Nun saß da also ein von allen guten Geistern verlassenes zitterndes Plüschtier vor uns und wir starrten uns an. Aber natürlich nicht lange. Ich nickte, und überall siegte das Lächeln über die Stirnfalten. Ja! Ich mach das. Keine Ahnung wie, aber bevor ich das Kleine einfach so seinem sicherem Tod ausliefere, wie es gerade eben zwei Tierparks getan hatten, unter einem halben Dutzend Zeugen ... hatte ich es noch nie gekonnt ... und das wird sich wohl auch kaum ändern. Ich nahm also "Findi" (von >Findelkind<, jedes aktuelle Findeltier heißt bei mir solange so, bis mir etwas passenderes eingefallen ist) in mein Leben auf. In meinem Herzen war die kleine Plüschkugel ja eh vom ersten Blick an angekommen.

Seit den frühen Kinderjahren an habe ich immer wieder die Entscheidungen getroffen, ein gerade aufgefundenes" wildes Tier" in Obhut zu nehmen. Jetzt, mit "Findi91", war es auch nicht anders als zuvor. Eine für mich neue Tierart zwar - über die ich in überlebensentscheidender Geschwindigkeit ALLES WISSEN in mich aufsaugen mußte - aber ansonsten eine erstmal "für mich ganz normale Entscheidung". Tja. Von wegen. Dieses Mal brachte die Entscheidung, sich des Wohl und Wehe dieses Tieres anzunehmen, so unglaubliche Dinge in mein Leben, in meine gesamte Familie und in mein gesamtes Land ... das das ganz sicher nicht vorhersehbar gewesen sein kann. Aber dazu mehr in der nächsten Folge.

In Kürze gibt es auch meine privaten Videos mit Argus zu sehen und ich starte eine Begleitserie (Fotos und Text) zu bisher von mir geretteten Menschen und Tieren.

Das Radio-SAW-Video finden Sie hier.

Euer unschlagbares Team
ARGUS und Jens Rennecke

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